Die wollen nur spielen

Ein Dortmund-Krimi

Die wollen nur spielen

Alles beginnt in der verbotenen Stadt, auf dem Gelände des ehemaligen Stahlwerks Westfalenhütte und der Kokerei Kaiserstuhl in Dortmund. Dort stolpert an einem sonnigen Maitag der Werkschutz des Stahlkonzerns in einer ehemaligen Werkshalle über ein besonderes Szenario mit zahlreichen Leichen. Dekoriert wie ein Stillleben alter Meister, mit goldenen Bechern und Tellern, Wein und Trauben, sorgt der Tatort für Aufsehen. Auf den scheinbar wertvollen Gefäßen finden sich merkwürdige Texte: „Achte auf deine Gedanken, denn sie werden deine Worte“.
Kommissarin Anna Roosenberg, Kripo Dortmund, ermittelt und ruft den Fotografen Thomas Buck hinzu, um diesen besonderen Tatort zu dokumentieren. Die Nachforschungen führen in eine unbekannte digitale Welt, vor der Anna bisher immer die Augen verschlossen hatte. Eine sehr reale Welt im Internet, ohne Ländergrenzen, mit anderen Regeln und fremden Moralvorstellungen. Den Kontakt zu Akteuren in dieser Welt hatte sie immer schon über ihre Söhne Alan und Robert. Beide sind leidenschaftliche Computer- und Rollenspieler. Sie zocken online und wenn es irgendwie geht treffen sie sich bei Alan und Robert zuhause und ziehen sich in ihre Rollenspielwelten zurück. Die Brüder wissen schon lange: Es gibt Spieler, Clans, Familien, Irre, die wollen Abenteuer online beginnen und offline beenden.

Graffiti Westfalenhütte

Auf Wiedersehen

Es ist schon spät und alles, alles ist gesagt.
Alle Geschichten sind erzählt.
Sicher werden wir uns noch mal wiedersehen
genau wie es gestern schon geschah.
Dann werden wir erzählen bis tief in die Nacht
von Abenteuern und von Herzen, die man brach.
Doch wir kennen uns gut und wissen genau
nichts von alledem ist wahr.

(Songtext EA80)  Link zum Song

 

Missing Steel | Hoeschmuseum 2010

6.06.2010 bis 29.08.2010

Fotografien von Heike Reinemann, Ralf Neuhaus und Eva Horstick-Schmitt

Zitat:

Zu Heike Reinemanns Lieblingsmotiven zählen Industrieanlagen, intakte wie demontierte, Überreste ehemaliger Stahlwerke und Kokereien. Die eben erst entstandenen Aufnahmen Rudimente von Hoesch auf der Westfalenhütte führen uns in eine verborgene Welt. Die Fotografien zeigen eine Idylle des Übergangs. Neben der künstlerisch ästhetischen Wirkung haben ihre Motive auch noch eine symbolische Bedeutung, die bei der Bewältigung des permanenten Strukturwandels hilfreich sein kann.

Mittlerweile sind Teile des Szenariums durch die Umwandlung zum Logistikstandort schon wieder Geschichte. Aber der Fotografin gelingt es, die Resignation aus ihren Bildern fernzuhalten. Sie konfrontiert uns mit Szenen und gewährt uns Einblicke in malerische Fantasiewelten aus Wasser und Beton. Der industrielle Hintergrund, der gerade noch das Ende einer Epoche dokumentieren will, wirkt durch den neuen Zusammenhang wie ein Zitat und erfährt durch die neue Zuordnung eine bislang unbekannte Deutung.

Weitere Infos unter: Ausstellungsarchiv Hoeschmuseum Dortmund

https://www.dortmund.de/de/freizeit_und_kultur/museen/hoesch_museum/ausstellungen/ausstellungsarchiv/index.html

 

Phoenix-Bilder | Hoeschmuseum 2008

01.10.2008 bis 02.11.2008

Großformatige Digiprints, Fotos und Objekte von Heike Reinemann

Viele im Ruhrgebiet haben „Phoenix“ gekannt: als Stahlwerk, als Arbeitsplatz, als Industriebrache. Heike Reinemann thematisiert in ihren Arbeiten die Spuren der Menschen und die Veränderung oder Rückeroberung des Geländes durch die Natur.

https://www.dortmund.de/de/freizeit_und_kultur/museen/hoesch_museum/ausstellungen/ausstellungsarchiv/index.html